Die große Migration der Gnus

"Greatest Wildlife Show on Earth"

Wenn es um die große Migration der Gnus geht, ist es schwer, sich das gesamte Ausmaß dieses Ereignisses vorzustellen. Diese unterschätzte Wildtierart zeigt während des jährlichen Rituals ihre wahre Beharrlichkeit und ihren Überlebenswillen gegen alle Widrigkeiten. Es ist viel mehr als nur die Flussdurchquerungen, die diese Tiere zu einem ständigen Kampf ums Überleben auf ihrem großen Weg herausfordern, die Wanderungen durch das Flachland zählen ebenso dazu.

 

Dies ist ihre Geschichte.

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Als die holländischen Kolonialisten im südlichen Afrika ankamen, bestaunten sie diese einzigartigen Kreaturen und nannten sie aufgrund ihres ungepflegten Aussehens „Gnus“ („Wildebeest“), was wörtlich übersetzt „wilde Bestien“ bedeutet. Fossile Beweise deuten darauf hin, dass Gnus vor mehr als einer Million Jahren begannen, auf Grasländern zu weiden. Unzählige Hufe sind auf dieser Erde gelaufen und wenn es so etwas wie eine Generationsweisheit gibt, dann müssen – auch wenn sie vielleicht nicht die intelligentesten Kreaturen sind – einige Geheimnisse der Savanne in ihnen bewahrt sein und es sind vielleicht genau diese Geheimnisse, die sie unfehlbar auf ihren Rundweg durch die afrikanischen Weiten führen.

Die jährliche Migration zieht während der Regenzeit nach Süden. Der Hitzedunst verzerrt die Sicht, wenn die Sonne auf die Erde trifft. Eine wachsende Zahl von Gnus und Zebras überschwemmt die Ebenen. Es ist eine Zeit der relativen Ruhe für die Herden. Aber nicht mehr lange: Im Süden der Serengeti ist alles im Begriff, sich zu verändern.

Niemand weiß, was die Migration in Gang setzt. Ist es der Regen oder ist es ein instinktiver Ruf, den nur die Gnus hören können? Der Regen scheint die offensichtliche Antwort zu sein, aber sowohl Naturforscher als auch Wissenschaftler konnten dieses Rätsel nicht endgültig aufdecken. Vielleicht liegt ein Teil des Zaubers darin, dass wir die Antwort nicht herausfinden können. Aber was wir wissen, ist, dass der Ruf stärker sein muss als all die Gefahren, welche den Gnus nur allzu bewusst sind, denn sie wagen ihre Wanderung Jahr für Jahr.

Wenn die zwei Millionen großen Herden ihren Weg über die Ebenen bahnen, scheinen sie die Touristen, die das Spektakel bewundern, nicht zu bemerken und die zotteligen Kreaturen stehen im Mittelpunkt der größten Show der Welt. Sei es nun echter Kampfgeist, oder reiner Instinkt, der sie antreibt, das Engagement der Gnus ist unerschütterlich, wenn sie sich den Weg zu den Flussüberquerungen bahnen, die ein unvermeidlicher Bestandteil ihrer Wanderung sind.

Die Herden bewegen sich im Uhrzeigersinn vom Süden der Serengeti durch das Ngorongoro-Schutzgebiet und das Grumeti-Reservat in den Norden der Serengeti.

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Danach verlassen sie Tansania kurz, um Zeit in der Masai Mara in Kenia zu verbringen, die im Norden an den Serengeti-Nationalpark grenzt, bevor sie wieder in den Süden zurückkehren, um die Reise erneut zu beginnen. Der größte Teil der Migration findet in der weitaus größeren Serengeti als in der Masai Mara statt.

Tragischerweise ist ein großer Teil der Strecke für die Herden sehr gefährlich, denn für die Raubtiere bedeutet die Wanderung ein wahres Festessen. In den Flüssen wimmelt es von Krokodilen, Löwen und andere Großkatzen pirschen sich an die Ebenen heran und auch Hyänen stellen eine ernsthafte Bedrohung für die Tiere dar.

Wenn die Gnus die Serengeti durchqueren, gesellen sich zu ihnen große Herden von Gazellen und Zebras. Ihre Stärke liegt in ihrer Anzahl, denn für ein Raubtier ist es viel schwieriger, einen Angriff auf eine Massenflucht von Tieren zu starten. Gemeinsam werden sie in den kommenden Monaten über 1000 km laufen und zwei Ländergrenze überqueren. Hunger, Krankheit und Erschöpfung verursachen viele Todesfälle entlang der Wegstrecke, was ein wahres Festmahl für opportunistische Kreaturen wie Geier und Hyänen darstellt.

Es ist wichtig zu beachten, dass nicht alle Tiere der Savanne wandern und es auch sehr lohnend ist, etwas Zeit darauf zu verwenden, Löwen, Elefanten, Giraffen und die Primaten zu beobachten. Tatsächlich gibt es einen Trick, sich gegen den Uhrzeigersinn zur Migration zu bewegen, der Ihnen sowohl weniger Menschenmassen als auch eine erschwinglichere Reise ermöglicht. Die Pracht der Serengeti geht über die Migration hinaus und es gibt so viel mehr zu entdecken, aber das bedeutet nicht, dass Sie auf die Flussüberquerungen verzichten müssen.

Die Gnus gruppieren sich an den Flüssen und Bächen und sind sich instinktiv bewusst, dass die Flussüberquerungen eine ernsthafte Herausforderung darstellen. Die Ufer sind steil, der Wasserstand oft niedrig und selbst eine wilde Herde schreckt die Krokodile nicht immer ab. Die mächtigen Reptilien warten einfach darauf, dass ein Nachzügler von der Herde getrennt wird, oft eines der älteren Tiere oder der Neugeborenen, die in dem Chaos leicht verwirrt werden. Diese Kreaturen sind die verletzlichsten, eine leichte Mahlzeit für die Flussbewohner. Die Herde wartet nicht auf diejenigen, die sich verlaufen oder müde sind: Mutter Natur hat eine unversöhnliche Kameradschaft geschaffen, um das Überleben der Stärksten zu sichern, auf Kosten der Schwachen und Gebrechlichen. Der afrikanische Busch ist eine schöne, aber harte Umgebung für diejenigen, die hier leben.

Die Gnus folgen immer dem gleichen Muster: Die Weibchen der Herde tragen Kälber auf ihrem Weg in die Geburtsebene und wenn sie ihr Ziel erreichen werden bis zu 8000 Kälber pro Tag geboren. Die Neuankömmlinge kommen schnell auf ihre wackeligen Beine, um nicht von der Herde zertrampelt zu werden – dies ist die erste Herausforderung, der sie sich stellen müssen. Eine Gnu-Mutter wird ihr Bestes tun, um ihre Jungen vor Raubtieren zu schützen, indem sie sie mit ihren Hörnern abwehrt.

Eine spezialisierte Karte ist Ihre beste Chance, mit den Gnus Schritt zu halten. Wenn Sie die beiden Hauptereignisse erleben möchten, sollten Sie entsprechend planen. Die Überquerung des Mara-Flusses und die Ndutu-Abkalbezeit sind oft der Grund dafür, dass Reisende diese Wanderung überhaupt erst selbst in Angriff nehmen. Die Flussüberquerung kann auch mit einem kleinen Flugzeug beobachtet werden, das einen einzigartigen Blick auf die tosenden Hufe bietet. Während der Kalbungszeit kann man auf wackeligen Beinen neues Leben erleben und gleichzeitig den Geparden von den Seitenlinien aus beobachtet, bis er das Neugeborene der Mutter entreißt. Bei all dem Geschehen kann man leicht vergessen, dass es tatsächlich diese beschiedenen Gnus sind, die dieses einzigartige Spektakel auslösen.

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Jahreszeiten und was Sie für Ihr großes Migrationsabenteuer einpacken sollten:

Packen Sie zuallererst Ihre Kamera ein. Dies ist ein wichtiges Equipment, ob es sich nun um eine kleine Kamera oder eine professionelle Ausrüstung handelt, Sie werden das Geschehen festhalten wollen. Eine Karte der Route wird Ihnen helfen, sich zu orientieren, während die Herden weiterziehen.

Auf einer Safari können Sie mit einem guten Insektenschutzmittel nie falsch liegen (Pure Beginnings macht ein natürliches Insektenrepellent, das Sie direkt auftragen können.) Moskitonetze sind normalerweise im Camp erhältlich, und ein natürliches Mückenspray (Pure Beginnings Insect Repellent Spray ist ein weiteres nützliches Produkt). Gelegentlich haben Mücken sowieso ihren eigenen Weg, denken Sie also daran, ein Antihistamin einzupacken, um diese lästigen Stiche zu behandeln.

Rechnen Sie mit etwas Regen im Januar und packen Sie vielleicht auch einen Regenschirm ein, für Ihren Weg vom Fahrzeug zum Camp.  Halten Sie eine Regenjacke griffbereit und tragen Sie Schichten.

Erwarten Sie gegen Ende März nachmittags Regen, den sogenannten langen Regen. Im April wird eine richtige Regenjacke benötigt, da die langen Regenfälle anhalten. Der Mai ist der letzte Monat der langen Regenfälle.

Bis Juni wird der Regen größtenteils aufgehört haben, mit Ausnahme der gelegentlichen Schauer hier und da. Packen Sie leichte Kleidung ein, denn dies ist der Beginn der Trockenzeit.

Im Juli beginnt die Trockenzeit in voller Kraft. Sie werden Sommerkleidung und Sonnenhüte brauchen. Im August bringt die Trockenzeit die Hitze der Savanne mit sich und Sie werden den Mittag im Schatten liegend verbringen wollen. Der September ist immer noch heiß und trocken. Packen Sie Ihren Hut und Ihre Sonnencreme ein. Der Oktober ist der allerletzte Monat der Trockenzeit. Im November beginnt der kurze Regen und Sie sollten mit wärmeren Kleidern vorbereitet sein. Im Dezember wird es weiter regnen, und während sich die Savanne in ein üppiges Grün verwandelt, werden Sie immer noch eine richtige Regenjacke brauchen.

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